Richard Ringer

Richard Ringer - Formstark zur nächsten Medaille?

Sportart: Leichtathletik
Disziplin: 5000 m
Land: Deutschland Flagge Deutschland

Steckbrief

geb. am: 27.02.1989
in Überlingen
Größe: 182 cm
Gewicht: 63 kg
Verein: VfB LC Friedrichshafen
Beruf: Betriebswirt (Controller)

Sportliche Eckdaten

Persönliche Bestleistung:
13:10,94 Min. (2015)
27:36,52 Min. (2018)
Größte Erfolge
Olympische Spiele:
38. Platz 2016 (5.000 m)

Weltmeisterschaften:
32. Platz 2017 (5.000 m)

Europameisterschaften:
Bronze 2016 (5.000 m)
4. Platz 2014 (5.000 m)

Deutsche Meisterschaften:
Gold 2017 (5.000 m)
Gold 2016 (5.000 m)
Gold 2015 (5.000 m)
Gold 2014 (5.000 m, 10.000 m)

Hallen-EM:
Bronze 2017 (3.000 m)

Hallen-DM:
Gold 2018 (3.000 m)
Gold 2017 (3.000 m)
Gold 2015 (3.000 m)
Bronze 2011 (3.000 m)


Zweimal EM-Bronze hat Langstreckenläufer Richard Ringer schon. Nun liebäugelt der 29-Jährige mit mehr. Seine Vorleistungen sind vielversprechend.

"Gold fehlt mir noch." Richard Ringer lässt keinen Zweifel daran, wo die Reise in Berlin für ihn idealerweise hingehen soll. Immerhin hat der derzeit erfolgreichste deutsche Langstreckenläufer schon zwei Medaillen bei kontinentalen Titelkämpfen gewonnen: 2016 holte er bei der EM in Amsterdam nach einem dramatischen Rennen über 5.000 m ebenso Bronze wie im Jahr darauf bei der Hallen-EM in Belgrad über 3.000 m.

Der deutsche 5.000-Meter-Läufer Richard Ringer © imago/Jan Huebner

03:12 min | 06.07.2017 | Das Erste

Fotofinish: Ringer über 5.000 m EM-Dritter

Richard Ringer feierte 2016 bei der EM in Amsterdam den größten Erfolg seiner Karriere: Bronze in einem dramatischen 5.000-m-Rennen. Fünf Läufer waren zeitgleich.

Über 10.000 m in eine neue Dimension

"Ich habe gezeigt, dass ich mehr als ein Geheimfavorit bin. Immerhin führe ich die europäische Rangliste über 10.000 m an", sagte der 29-Jährige dem "Südkurier". Im Mai war Ringer in eine neue Dimension vorgestoßen. Als dritter deutscher Läufer nach Dieter Baumann (1997) und Andre Pollmächer (2007) gewann er den 10.000-m-Europacup in London und katapultierte sich mit seiner Siegerzeit von 27:36,52 Minuten auf Platz vier der ewigen deutschen Bestenliste. Schneller als Ringer war ein deutscher Läufer über die 25 Runden zuletzt vor 20 Jahren gerannt. Damals lief Baumann 27:32,31 Minuten.

"Ich habe schon auf eine Bestzeit gehofft, aber mit dieser Zeit habe ich nicht gerechnet, das ist phänomenal. Das zeigt, dass ich auf den 10.000 m jetzt auch an meine Leistungen von den 5.000 m angeknüpft habe", sagte der 29-Jährige, der seinen Hausrekord um fast eine halbe Minute unterbot, "leichtathletik.de". Mit seiner Bestleistung von 13:10,94 Minuten war er drei Jahren zuvor bereits über 5.000 m auf Platz vier der ewigen Bestenliste gesprungen. Schneller als er war in diesem Jahrtausend nur Baumann (13:07,40).

Vom Arbeitgeber für die EM freigestellt

Konzentrierte er sich im vergangenen Jahr mit Blick auf die WM auf die 5.000 m, erwägt der EM-Vierte von 2014 in Berlin einen Doppelstart über 5.000 und 10.000 m. "Ich lasse mir da alles offen", sagte er: "Das 10.000-Meter-Rennen ist auch gleich am ersten Finaltag. Es wäre toll, wenn es da schon mit einer Medaille klappt."

Die komplette Saison hat der bodenständige Athlet mit dem schnellen Endspurt auf die Heim-EM ausgerichtet. Seit März ist er Lauf-Profi, nachdem der Betriebswirt, der in Teilzeit als Controller bei MTU in Friedrichshafen arbeitet, bis zu den Titelkämpfen von seinem Arbeitgeber freigestellt wurde. "Ich bin sehr dankbar, dass die MTU mich hier unterstützt", sagte er: "Ich will mir nicht im Nachhinein sagen, dass ich nicht alles versucht habe." Gut funktioniert offenbar auch, dass sich Ringer seit diesem Jahr selbst coacht. Nach 14 Jahren hatte er die Zusammenarbeit mit Eckhardt Sperlich einvernehmlich zugunsten einer individuelleren Trainingsgestaltung beendet.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 21.08.2016, 07.00 Uhr

Stand: 19.07.18 10:25 Uhr