Malaika Mihambo beim Sprung

Malaika Mihambo: In Top-Form zur Medaille?


Land: Deutschland Flagge Deutschland

Steckbrief

geb. am: 03.02.1994
in Heidelberg
Größe: 170 cm
Gewicht: 55 kg
Verein: LG Kurpfalz
Trainer: Ralf Weber
Beruf: Studentin (Politik und Volkswirtschaft)

Sportliche Eckdaten

Persönliche Bestleistung:
6,99 m (2018)
Größte Erfolge
Olympische Spiele:
4. Platz 2016

Weltmeisterschaften:
6. Platz 2015

Europameisterschaften:
Gold 2018
Bronze 2016
4. Platz 2014

Deutsche Meisterschaften:
Gold 2018
Bronze 2017
Gold 2016
Bronze 2014
4. Platz 2013

U23-EM:
Gold 2015

U23-DM:
Gold 2015
Silber 2013

U20-EM:
Gold 2013

U20-DM:
Gold 2013

U18-DM:
Gold 2011


Nach vielen Verletzungen ist Malaika Mihambo in diesem Jahr endlich wieder fit und in Top-Form. Eine Medaille ist für die EM-Dritte von Amsterdam auch in Berlin in Reichweite.

Weitspringerin Malaika Mihambo zeigt den einen Zentimeter, der Ihr zu einem Sprung über sieben Meter noch fehlt. © Thomas Luerweg Foto: Thomas Luerweg

Nur noch ein Zentimeter trennt Malaika Mihambo von der Sieben-Meter-Marke.

Gelingt Malaika Mihambo bei der Heim-EM die Krönung ihres bislang besten Karrierejahres? Das sprunggewaltige Leichtgewicht präsentiert sich nach einem von Verletzungen geprägten WM-Jahr in glänzender Verfassung. Gleich zu Beginn der Freiluftsaison kratzte sie in Weinheim an der Sieben-Meter-Marke und verbesserte ihre persönliche Bestleistung auf 6,99 m - Platz zwei in der Weltjahresbestenliste.

"Immer besser, je länger die Saison dauert"

In der Diamond League zeigte Mihambo, dass sie auch im direkten Duell mit der internationalen Konkurrenz bestehen kann. In Stockholm musste sie sich mit starken 6,85 m noch der weitengleichen Britin Lorraine Ugen geschlagen geben, in Lausanne setzte sie sich bei ihrem ersten Sieg in der prestigeträchtigen Serie mit 6,90 m vor Europameisterin Ivana Spanovic durch. "Ich möchte jede Gelegenheit nutzen, mich mit diesen Top-Springerinnen zu messen", erklärte Mihambo: "Ich fühle mich immer besser, je länger die Saison andauert."

Drohendes Karriereende im vergangenen Jahr

Malaika Mihambo © dpa - Bildfunk Foto: Michael Kappeler

Malaika Mihambo mit Bronze bei der EM in Amsterdam.

In den vergangenen beiden Jahren war Mihambo eine lange Saison aufgrund vieler Verletzungsprobleme nicht vergönnt gewesen. Im Olympiajahr stieg die Weitspringerin, die sich als Kind auch im Ballett, Turnen und Judo versucht hatte, aufgrund von Oberschenkelproblemen erst eine Woche vor den deutschen Meisterschaften in die Saison ein. Mit EM-Bronze in Amsterdam und Platz vier bei Olympia wurde das Jahr aber dennoch ein Erfolg für die Kurpfälzerin.

2017 bedrohte ein Knochenödem am Fuß Mihambos Karriere. Wochenlang musste sie einen Spezialschuh tragen und später eine intensive hyperbare Sauerstoff-Therapie durchführen lassen, um das Absterben des Knochens zu verhindern. Erneut gab sie ihren Einstieg erst kurz vor der DM, nur vier Wochen später beendete sie nach verpasster WM-Norm und nur drei Wettkämpfen ihre Saison.

Mit starken Vorleistungen zur Heim-EM

In diesem Jahr ist die achtbeste deutsche Springerin der Geschichte, deren Vater von der Insel Sansibar und Mutter aus Deutschland stammt, endlich wieder vollends fit. Mit großer Beständigkeit erzielt sie Weiten jenseits der 6,80 m. Bei den vergangenen drei Europameisterschaften hätte dies immer für eine Medaille gereicht. Vor zwei Jahren in Amsterdam sprang die 24-Jährige mit 6,65 m zu Bronze. Knüpft sie in Berlin an ihre Vorleistungen an, ist diesmal sogar noch mehr drin.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 21.08.2016, 07.00 Uhr

Stand: 12.08.18 15:55 Uhr