Kiko Narvaez (l.) erzielt den 3:2-Siegtreffer für Spanien im Olympia-Finale 1992 gegen Polen. © picture-alliance / dpa

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Fußball: Historie und Regeln

Obwohl seit 1900 in Paris Medaillen an die Fußballer vergeben werden, hat das olympische Turnier nie die Bedeutung von Weltmeisterschaften erlangt. Zur Premiere und auch noch vier Jahre später spielen noch Vereinsmannschaften um Edelmetall. Seitdem treten Nationalteams bei Olympia an. Da aufgrund der IOC-Statuten zunächst nur Amateure starten dürfen, spielen Fußballmächte wie Brasilien oder Deutschland nur die zweite Geige. Fußball bei Olympia verliert immer mehr an Bedeutung, deshalb dürfen seit 1984 auch Profis mitspielen. Nach derzeitiger Regelung treten bei Olympia U23-Teams an, die durch drei ältere Spieler verstärkt werden dürfen. Dies hat die Attraktivität deutlich erhöht, auch gestandene Nationalspieler laufen nun bei olympischen Fußball-Turnieren auf.

DDR gewinnt 1976 in Montreal Gold

Erstmals Edelmetall für die deutschen Fußballer gibt es 1964, als eine gesamtdeutsche - allerdings aus DDR-Fußballern bestehende - Mannschaft Bronze in Tokio gewinnt. Die DDR ist bei weiteren Turnieren erfolgreich. 1972 in München holt sie Bronze, 1980 Silber. Dazwischen liegt der Olympiasieg 1976. In Montreal schlägt die DDR den WM-Dritten Polen mit 3:1 im Finale. Die Bundesrepublik gewinnt 1988 in Seoul Bronze. Anschließend verpasst die DFB-Elf sechsmal in Folge die Qualifikation. In Rio ist sie zum ersten Mal seit 1988 wieder dabei.

Frauen-Fußball seit 1996 im Programm

Der Frauen-Fußball muss auch im IOC lange um Anerkennung kämpfen. Erst in Atlanta 1996 wird er olympisch. Gold sichern sich die USA. Auch 2004, 2008, 2012 stehen die US-Frauen ganz oben auf dem Treppchen. Lediglich 2000 gelingt es Norwegen, diese Erfolgsserie zu durchbrechen. Die deutschen Frauen warten noch auf ihre erste Final-Teilnahme bei Olympia. Dreimal Bronze (2000, 2004, 2008) schlagen bislang zu Buche.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 21.08.2016, 07.00 Uhr