Laura Ludwig (r.) und Kira Walkenhorst im Halbfinale gegen Brasilien © dpa Foto: Sebastian Kahnert

Beachvolleyball

Ludwig/Walkenhorst schmettern sich ins Finale

Keine Chance für die topgesetzten Gegnerinnen aus dem Gastgeberland: Laura Ludwig/Kira Walkenhorst behielten in der Beachvolleyball-Arena an der Copacabana kühlen Kopf und zogen gegen Larissa/Talita souverän ins Finale ein.

Bei dem klaren 2:0 (21:18, 21:12) -Sieg gegen das brasilianische Top-Duo spielten sich die beiden Deutschen nach holprigem Start beinahe in einen Rausch und ließen den Gegnerinnen nicht den Hauch einer Chance. "Dafür haben wir vier Jahre gearbeitet", sagte Ludwig glücklich. Im Endspiel geht es gegen das brasilianische Team Agatha/Barbara, das sich gegen Kerri Walsh Jennings/April Ross (USA) mit 2:0 durchsetzte.

Das Halbfinale glich am Ende einer Demontage. Ähnlich wie sie auch Joachim Löws Team bei der WM 2014 beim 7:1 gelungen war. "Ich bin schon vor dem Spiel häufig von Brasilianern drauf angesprochen worden, und sie haben gesagt, bitte nicht wieder 7:1. Das ist bei ihnen fest im Kopf verankert", sagte Walkenhorst. "Die Sportarten sind nicht unbedingt vergleichbar, aber der zweite Satz war schon sehr dominant."

Walkenhorst steigert sich nach schwierigem Start

In der erstaunlicherweise nur mäßig gefüllten Beachvolleyball Arena an der Copacabana entwickelte sich von Beginn an ein Duell auf Augenhöhe. Die zu Beginn in der Ballannahme noch etwas unsichere Kira Walkenhorst steigerte sich nach 11:14-Rückstand im ersten Satz enorm, sorgte für einige wichtige Punkte im Block am Netz und setzte auch zunehmend ihre Angriffsschläge ins Feld der Brasilianerinnen.

So glichen die beiden Hamburgerinnen zum 14:14 aus, gingen mit 17:16 erstmals in Führung. Nach der Auszeit der Brasilianerinnen blieben sie dran und erspielten sich bei 20:17 gleich drei Satzbälle. Nachdem der erste Ball noch abgewehrt werden konnte, unterlief Larissa ein Annahmefehler und damit hatten die Deutschen den ersten Satz: 21:18.

Publikum wird kein Faktor

Wichtig für die beiden Weltranglistenersten aus Deutschland auch: Das Publikum in der Arena sonst so hitzigen Arena wurde kein Faktor. Mit ihrer unterkühlten Spielweise provozierten die beiden Deutschen die Kulisse kaum - so blieb es ruhig. Und die zuvor gelegentlich unfairen Aktionen der Zuschauer gegen brasilianische Gegner blieben diesmal komplett aus. "Wir haben es geschafft, sie ruhig zu kriegen", sagte Walkenhorst, die fünf sensationelle Block-Punkte gemacht hatte.

So war im zweiten Satz bei schneller deutscher Führung rasch so etwas wie Verzweiflung bei den beiden Brasilianerinnen auszumachen. Über 6:2 und 11:7 gingen die beiden Hamburgerinnen nun ihren Weg. Variable Aufschläge, sensationell starke Blöcke am Netz und druckvolle Angriffsschläge zogen Larissa/Talita den Zahn.

Walkenhorst setzt den Schlusspunkt

Spätestens bei 13:7 waren die Gegnerinnen auch mental bezwungen. Schlusspunkt einer regelrechten Volleyball-Demonstration war Walkenhorsts finaler Schmetterball auf die Grundlinie zum 21:12 im zweiten Satz - das olympische Finale war erreicht.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 21.08.2016, 07.00 Uhr

Stand: 17.08.16 06:04 Uhr

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