Deutschlands Hockey-Kapitän Moritz Fürste enttäuscht. © imago/Moritz Müller

Hockey

Hockey-Herren gehen gegen Argentinien unter

Die Aufholjagd kam diesmal zu spät: Die deutschen Hockey-Herren spielen in Rio "nur" um Bronze, verloren ihr Halbfinale gegen Argentinien klar und verdient mit 2:5 (0:3). Die Deutschen können ihre Olympiasiege von Peking und London damit nicht wiederholen. Im Spiel um Platz drei geht es am Donnerstag gegen die Niederlande.

Es gibt so Tage, da geht einfach nichts zusammen. So einen Tag erwischte die deutsche Hockey-Nationalmannschaft in ihrem Halbfinalspiel gegen Argentinien. In der Vorrunde hatten sich diese beiden Mannschaften noch 4:4 getrennt. Diesmal tat sich ein Klassenunterschied auf. Ein historischer Moment für Argentinien, das im dreifachen Torschützen Gonzalo Peillart den überragenden Akteur auf dem Feld hatte: Denn noch nie holten die Herren eine olympische Medaille im Hockey.

"Es ist sehr, sehr heftig zusammengekommen. Dass wir in einem olympischen Halbfinale 0:5 zurückliegen, ist sehr bitter", sagte Florian Fuchs. "Es ist wahnsinnig enttäuschend. Die Effizienz der Argentinier hat uns das Genick gebrochen." Eine Medaille ist aber trotzdem noch drin: "Eine Bronzemedaille wäre auch toll, aber aktuell überwiegt die Enttäuschung."

Peillat trifft dreimal links

Deutschlands Hockeyspieler Christiopher Wesley (l.) im Spiel gegen Argentinien © dpa - Bildfunk Foto: Friso Gentsch

Christopher Wesley & Co. konnten dem Spiel diesmal nicht ihren Stempel aufdrücken.

Die Argentinier waren besser und aktiver in die Partie gestartet. Nach neun Minuten nutzten sie gleich die erste Strafecke, Peillat verwandelte mit einem strammen Schuss in die linke cke. Fast eine Kopie war das 2:0 nur dreieinhalb Minuten später, Peillat traf bei der zweiten Strafecke unten links ins offene deutsche Tor. Erst kurz vor der Ende des ersten Viertels hatte Florian Fuchs zwei gute Gelegenheiten, schoss knapp links vorbei und scheiterte an Torwart Juan Vivaldi.

Im zweiten Viertel steigerte sich Deutschland zunächst, blieb insbesondere durch Fuchs gefährlich. Der Siegtorschütze aus dem dramatischen Viertelfinale gegen Neuseeland (3:2) scheiterte nach 20 Minuten mit einem Drehschuss am Außenpfosten. Kapitän Moritz Fürste fand bei der ersten deutschen Strafecke in Torwart Vivaldi seinen Meister (23.). Kurz vor der Halbzeit verursachte Mats Grambusch mit einem technischen Fehler die dritte Strafecke für Argentinien - und wieder traf Peillat in die linke Ecke, Torwart Nicolas Jacobi war noch dran (28.). "Wir hatten Chancen wieder zurückzukommen, aber das letzte Quäntchen hat gefehlt", so Fuchs.

Schnelle Vorentscheidung nach dem Wechsel

Nach der Pause standen die Deutschen zwar in der Abwehr etwas besser. Nach vorne lief aber weiterhin wenig bis nichts zusammen. Stattdessen konterten die Südamerikaner die deutsche Mannschaft aus. Das 0:4 durch Menini (36.) war herrlich herausgespielt, das 0:5 durch Lucas Vila (47.) war dann die endgültige Vorentscheidung in dieser Partie. Fürste sorgte mit einem Siebenmeter (51.) zwar noch für ein klein wenig Hoffnung. Doch die "Aufholjagd" kam diesmal zu spät. Christopher Rührsorgte mit einem wuchtigen Rückhandschuss zweieinhalb Minuten vor dem Ende für den ernüchternden Endstand.

Im kleinen Finale am Donnerstag (17.00 Uhr MESZ) trifft das Altenburg-Team auf die Niederlande, die ihr Semifinale mit 1:3 gegen Belgien verloren.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 21.08.2016, 07.00 Uhr

Stand: 16.08.16 23:32 Uhr

Medaillenspiegel

Aktueller Medaillenspiegel
Platz Land G S B
1. Flagge USA USA 46 37 38
2. Flagge Großbritannien GBR 27 23 17
3. Flagge Volksrepublik China CHN 26 18 26
4. Flagge Russland RUS 19 17 20
5. Flagge Deutschland GER 17 10 15
6. Flagge Japan JPN 12 8 21
7. Flagge Frankreich FRA 10 18 14
Stand nach 306 von 306 Entscheidungen.

Alle Platzierungen | mehr