Die ungarische Schwimmerin Katinka Hosszu jubelt über ihren Sieg. © picture alliance / dpa Foto: Michael Kappeler

Schwimmen

Hosszu pulverisiert Lagen-Weltrekord

Katinka Hosszu hat den Weltrekord über 400 Meter Lagen regelrecht pulverisiert. Die Ungarin blieb zwei Sekunden unter der bisherigen Weltbestzeit: Am Ende der acht Bahnen bleib die Uhr bei 4:26,36 min. stehen. Platz zwei ging an Maya Dirado, die fünf Sekunden hinter der Siegerin zu Silber schwamm. Auf dem Bronzeplatz kam die Spanierin Mireia Belmonte Garcia ins Ziel.

In der 400-m-Freistilstaffel der Frauen purzelte gleich der nächste Weltrekord: Australien siegte in 3:30,65 min. vor den USA und Kanada.

Zuvor war der Japaner Kosuke Hagino über 400 m Lagen zur Goldmedaille geschwommen. In den Vorläufen dieses Wettbewerbs hatte es eine große Enttäuschung gegeben, weil der deutsche Lagen-Meister Jacob Heidtmann wegen eines Technikfehler disqualifiziert wurde. Bitter für Heidtmann: Seine Zeit hätte deutschen Rekord bedeutet. Im Finale rief Hagino genau zu richtigen Zeitpunkt seine Topform ab und siegte in Weltjahresbestzeit über die 400-Meter-Lagen-Strecke. Silber ging an den US-Amerikaner Chase Kalisz, Bronze an Haginos Landsmann Daiya Seto.

Wenig später schwamm der Australier Mack Horton auf der 400-Meter-Lagenstrecke auf Rang eins. Silber ging an den London-Sieger Sun Yang aus China, Bronze holte sich der Italiener Gabriele Detti. Hortons Zeit von 3:41,55 min. bedeutete ebenfalls Weltjahresbestzeit.

Heidtmann jubelte nur kurz

Nur wenige Sekunden durfte Jacob Heidtmann, amtierender deutscher Meister über die 400 Meter Lagen, nach seinem Vorlauf jubeln. Im olympischen Schwimmstadion zeigte er ein vermeintlich perfektes Rennen und schwamm sogar zu einem neuen deutschen Rekord in 4:11,85 Minuten. Mit dieser Zeit hätte er als Fünftbester der 27 Starter locker das Finale erreicht.

Dann stand er plötzlich mit versteinerter Miene am Beckenrad - die Kampfrichter disqualifizierten Heidtmann. Laut Schwimm-Weltverband FINA hat Heidtmann bei der Brustwende zwei Delfinkicks unter Wasser gemacht. Erlaubt ist nur einer. Leistungssportdirektor hatte Lutz Buschkow zunächst einen Protest des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) angekündigt, verzichtete aber dann: "Wir konnten den Fehler in der Videoanalyse selbst erkennen."

Der zweite deutsche Starter, der erst 17-jährige Johannes Hintze, verpasste bei seiner ersten Olympiateilnahme die Finalläufe. Er schwamm mit 4:18,25 Minuten vier Sekunden langsamer als seine persönliche Bestzeit, in der Gesamtwertung landete er dadurch auf Platz 18. Bei den Frauen verpasste die einzige deutsche Starterin über 400 Meter Lagen, die Schmetterling-Spezialistin Franziska Hentke, die Finalläufe als 21. ebenfalls klar.

Alexandra Wenk mit verkorkstem Olympiaauftakt

Einen richtig schwachen Olympiaauftakt erwischte Alexandra Wenk über 100 Meter Schmetterling. Die 21-jährige Münchnerin, die bei den Deutschen Meisterschaften im Mai noch vier deutsche Rekorde aufgestellt hatte, verpasste in 58,49 Sekunden als 22. das Halbfinale deutlich.

Auch 400-Meter-Freistilfinale ohne deutsche Starter

Im Rennen über 400 Meter Freistil verpassten Florian Vogel und Clemens Rapp ebenfalls die Finalläufe. Ganz bitter für Vogel: Ihm fehlten mit der neuntbesten Zeit nur drei Hundertstel zum Finaleinzug. Rapp wurde 24. im 50 Teilnehmer fassenden Starterfeld.

Neuer Weltrekord über 100 Meter Brust

Der englische Schwimmer Adam Peaty klopft sich auf die Brust. © DPA Picture Alliance Foto: Owen Humphreys

Adam Peaty

Bereits im Vorlauf über 100 Meter Brust stellte der Brite Adam Peaty in 57,55 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. Er verbesserte seine eigene Bestmarke aus dem Jahr 2015 um 37 Hundertstel. Der einzige DSV-Starter, der mehrmalige deutsche Meister Christian vom Lehn, schlug nach 1:00,13 Minuten an. Als 15. zog er in die Halbfinalläufe ein, schied da aber in de Nacht zu Sonntag chancenlos aus.

 

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 21.08.2016, 07.00 Uhr

Stand: 07.08.16 04:55 Uhr

Medaillenspiegel

Aktueller Medaillenspiegel
Platz Land G S B
1. Flagge USA USA 46 37 38
2. Flagge Großbritannien GBR 27 23 17
3. Flagge Volksrepublik China CHN 26 18 26
4. Flagge Russland RUS 19 17 20
5. Flagge Deutschland GER 17 10 15
6. Flagge Japan JPN 12 8 21
7. Flagge Frankreich FRA 10 18 14
Stand nach 306 von 306 Entscheidungen.

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