Zahlreiche Darsteller zeigen die Entwicklung Großbritanniens vom Agrarstaat zur Industrienation. © dpa-Bildfunk Foto: Michael Kappeler

London 2012: Briten zeigen sich von ihrer besten Seite

London ist 2012 die erste Stadt, die zum dritten Mal Gastgeber der Spiele ist. Und wie 1908 und 1948 wird Olympia auch dieses Mal ein großer Erfolg. Regisseur Danny Boyle inszeniert eine hinreißende Eröffnungsfeier, inklusive fiktivem Hubschrauberflug der Queen an der Seite von James Bond. Die Briten sind aber nicht nur gute und begeisterungsfähige Gastgeber, sondern auch außerordentlich erfolgreich. Rad-Idol Chris Hoy avanciert zum höchstdekorierten Olympioniken Großbritanniens, Tennis-Star Andy Murray bringt den Centre Court von Wimbledon zum Beben, Siebenkampf-Superstar Jessica Ennis hält dem großen Druck Stand und holt das erhoffte Gold. 65 Medaillen sichert sich Team GB insgesamt.

Geschichte

Das waren die Spiele 2012 in London

Hohe Ziele verfehlt und trotzdem Grund zu jubeln

Die deutsche Mannschaft landet im Medaillenspiegel wie erhofft auf dem sechsten Platz. Zufrieden sein kann die Delegationsleitung mit 44 Medaillen allerdings nicht. In einer lange Zeit geheimen "Zielvereinbarung" zwischen dem DOSB und den Fachverbänden waren ursprünglich 86 Medaillen angepeilt worden. Die Diskussion um Ziele, Zahlen und Fördergelder trübt in den letzten Tagen der London-Spiele die Stimmung im deutschen Team. Dabei gibt es trotz einiger Enttäuschungen - die Beckenschwimmer holen beispielsweise keine Medaille - auch für die Deutschen eine Reihe von Höhepunkten. Robert Harting schleudert den Diskus zu Gold und feiert seinen Sieg als "Hürdenläufer", Vielseitigkeitsreiter Michael Jung sichert sich Platz eins im Einzel und im Team, der Deutschland-Achter steht erstmals seit 1988 wieder ganz oben auf dem Siegerpodest, Julius Brink und Jonas Reckermann triumphieren vor historischer Kulisse im Beachvolleyball. Im Turnen überrascht Marcel Nguyen die Weltelite - und am Ende der Spiele holen die Hockey-Herren Gold gegen den Lieblingsgegner Niederlande.

Bolt und Phelps sammeln weiter fleißig Medaillen

Die Topstars von 2008 sind auch 2012 die prägenden Athleten: Usain Bolt wiederholt im Olympiastadion sein Gold-Triple, dieses Mal mit "nur" einem Weltrekord in der Staffel. Michael Phelps schwimmt im Aquatics Centre viermal zum Sieg und erhöht seine olympische Goldsammlung auf 18.

Dieses Thema im Programm:

Sportschau live, 21.08.2016, 07.00 Uhr